Sind Frauen die
besseren Surfer?

Phänomen Frau vs. Mann

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Karikatur Sex Differences

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Sind Frauen die besseren Surfer?

Von Kaspersky Lab beauftragtes Cyberpsychologie-Projekt zeigt: Männer sind häufiger Opfer von Drive-By Downloads, Frauen von Phishing-Attacken.

Frauen können nicht Auto fahren, Männer nicht über Gefühle reden. Typische Klischees, die jeder kennt. Aber wie sieht es online aus? Unterscheiden sich Mann und Frau auch in der virtuellen Welt? Surfen die einen sicherer als die anderen? Oder haben sich die Cyberkriminellen bereits auf unterschiedliche Vorlieben der Geschlechter eingestellt? Medienpsychologen erforschen geschlechterspezifische Verhaltensmuster in Sozialen Netzwerken und im Web[1]. Kaspersky Lab erkennt die Sicherheitsrisiken – für beide Geschlechter.

An vielen Stellen ist die Technikwelt noch immer eine Männerwelt. Mit Blick auf die gängigen Stereotype nicht weiter verwunderlich: Männer sind naturwissenschaftlich begabter. Sie haben das bessere Technik-Wissen und kennen sich auch mit Computern besser aus. Aber wie steht es um die Online-Sicherheit?

In den letzten Jahren haben die Frauen aufgeholt: Während das Internet in seinen Anfängen eine echte Männerdomäne war, sind Frauen heute in vielen Bereichen mit dabei. So ist der Nutzungsunterschied laut UN-Datenbank und Eurostat[2] nicht (mehr) groß: 2013 sind 87 Prozent der Männer und 81 Prozent der Frauen in Deutschland im Netz unterwegs.

Der Cyberunterschied zwischen Mann und Frau

Gerade für die jüngere Generation gilt: Online sind grundsätzlich (fast) alle. Sowohl Männer als auch Frauen. Allerdings unterscheiden sie sich in dem, was sie im Netz tun: Geschlechtsunterschiede gibt es vor allem in den Bereichen Gaming, Videos und Musik. Hier sind Männer aktiver als Frauen. Dagegen nutzen mehr Frauen als Männer Soziale Netzwerkseiten[34].

Erklärungen, warum das so sein könnte, bietet die Psychologie.

„Kurz gesagt: Männer sind in ihrem Verhalten – ob online oder offline – wettbewerbsorientierter. Für sie sind Stärke, Kampf und Siegen tendenziell wichtiger als für Frauen. Ein Grund, warum die typischen Online-Spiele für sie attraktiver sind.“, erklärt Dr. Astrid Carolus, Medienpsychologin an der Universität Würzburg.

Anders bei den Sozialen Netzwerkseiten: Hier sind beide Geschlechter aktiv. Menschen sind soziale Wesen und suchen (auch online) Kontakt zu anderen Menschen. Doch Frauen sind hier aktiver. Für sie ist weniger die Möglichkeit zum direkten Wettbewerb entscheidend, als vielmehr die Kommunikation mit anderen. Netzwerkseiten bedienen dieses Bedürfnis perfekt[4].

Diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern bilden sich auch im Gehirn ab. Gehirnstrukturen, die für die Verarbeitung von sozialen beziehungsweise emotionalen Informationen verantwortlich sind, sind bei Frauen stärker ausgeprägt als bei den Männern. Ein Hinweis darauf, dass an dem Stereotyp der emotionalen und empathischen Frau tatsächlich auch biologisch etwas dran ist[5].

Doch wie sieht es hinsichtlich des Risikoverhaltens beim Surfen aus? Eine aktuelle Umfrage von Kaspersky Lab[6] bestätigt einen geschlechterspezifischen Unterschied bei den Folgen einer Malware-Infizierung. So gaben 26 Prozent der befragten deutschen Männer an, aufgrund einer Infektion einen finanziellen Verlust erlitten zu haben – bei den Frauen waren es lediglich 14 Prozent.

„Männer wie Frauen sollten sich immer vergegenwärtigen, was sie im Internet tun und worauf sie speziell aus Perspektive der IT-Sicherheit achten sollten“, sagt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. „Wenn Frauen eher Social Media nutzen, sollten sie beispielsweise verstärkt auf Phishing-Attacken gegen Facebook-Nutzer achten. Männer, die häufig Spiele-, Musik- oder Videoseiten besuchen, sollten sich der Gefahr von Drive-by-Downloads bewusst sein.“

Laut Kaspersky-Analysen handelte es sich bei sieben der Top-20 Internetschädlinge des vergangenen Jahres um Bedrohungen, die bei Drive-by-Download-Angriffen eingesetzt wurden[7]. Drive-by-Downloads sind derzeit die größte Gefahr beim Surfen im Internet. Dabei infizieren sich Nutzer allein durch das Besuchen einer kompromittierten Webseite.

Zum Thema Phishing im Social-Media-Bereich zeigt eine Kaspersky-Analyse[8], dass im ersten Quartal 2014 etwa jeder elfte von Kaspersky Lab aufgedeckte Phishing-Versuch auf die Zugangsdaten für ein Facebook-Konto abzielte.

Wie man Identitätsdiebstahl vermeidet und sich davor schützen kann, zeigt die Kaspersky-Analyse „Betrüger in sozialen Netzwerken“. Sie ist unter http://www.viruslist.com/de/analysis?pubid=200883857 abrufbar.

Quellen

[1] http://www.kaspersky.de/cyberpsychologie

[2] http://w3.unece.org/pxweb/dialog/varval.asp?ma=02_GEICT_InternetUse_r&path=../database/STAT/30-GE/09-Science_ICT/&lang=1&ti=Internet+use+by+age+and+sex

[3] http://online.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/cyber.2012.0033 / Richard Joiner, Jeff Gavin, Mark Brosnan, John Cromby, Helen Gregory, Jane Guiller, Pam Maras, and Amy Moon. Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking. July 2012, 15(7): 370-372. doi:10.1089/cyber.2012.0033

[4] http://www.bitkom.org/files/documents/SozialeNetzwerke_2013.pdf / BITKOM (2013). Soziale Netzwerke 2013. Dritte, erweiterte Studie. Eine repräsentative

Untersuchung zur Nutzung sozialer Netzwerke im Internet, S.19[FS1] 

 [5] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2812861/ / Koscik, T., Bechara, A., & Tranel, D. (2010). Sex-related functional asymmetry in the limbic brain. Neuropsychopharmacology, 35.

[6] Die Umfrage wurde von Kaspersky Lab beauftragt und von B2B International im Jahr 2014 durchgeführt. Dabei wurden weltweit insgesamt 11.135 Nutzer aus 23 unterschiedlichen Ländern befragt, darunter 2.821 aus Europa und 405 aus Deutschland.

[7] http://www.viruslist.com/de/analysis?pubid=200883839 [FS2] 

[8] http://www.kaspersky.com/about/news/virus/2014/Facebook-users-most-likely-targets-of-account-theft

Über Kaspersky Lab

Kaspersky Lab ist der weltweit größte, privat geführte Anbieter von Endpoint-Sicherheitslösungen. Das Unternehmen zählt zu den vier erfolgreichsten Herstellern von Sicherheitslösungen für Endpoint-Nutzer.* In seiner über 16-jährigen Unternehmensgeschichte hat Kaspersky Lab zahlreiche Innovationen im Bereich IT-Sicherheit auf den Weg gebracht und bietet effektive digitale Sicherheitslösungen für Großunternehmen, KMU und Heimanwender. Kaspersky Lab, mit Holding in Großbritannien, ist derzeit in rund 200 Ländern auf der ganzen Welt vertreten und schützt über 300 Millionen Nutzer weltweit.

Weitere Informationen zu Kaspersky Lab finden Sie unter http://www.kaspersky.com/de/. Kurzinformationen erhalten Sie zudem über www.twitter.com/Kaspersky_DACH und www.facebook.com/Kaspersky.Lab.DACH. Aktuelles zu Viren, Spyware, Spam sowie Informationen zu weiteren IT-Sicherheitsproblemen und -Trends sind unter www.viruslist.de und auf dem Kaspersky-Blog auf http://blog.kaspersky.de/ abrufbar.

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Über Cyberpsychologie:

Unsere Psyche unter dem Einfluss des Internets

Das Internet ist zum neuen Leitmedium geworden und beeinflusst maßgeblich das Verhalten vieler Menschen. Unser Erleben in Sozialen Medien, unser Verhältnis zu Endgeräten wie Smartphones, Tablets oder Laptops und im Grunde die Art und Weise, wie unsere direkt erlebbare, physikalische Umgebung durch den „Cyberspace“ künstlich erweitert wird – das ist unter anderem das Thema der Disziplin „Medienpsychologie“.

Was stellen Social Apps, Online-Videos, Internet-Communities, Internet-Shops oder Chatforen mit uns an? Wenn schon in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts für das Fernsehen eine „Second Hand Reality“ postuliert wurde, was bewirkt dann die zunehmende elektronische Vernetzung der Bevölkerung mit verschiedenen gleichermaßen vermehrt intelligenten Technologien und Endgeräten? Ist unser digitales Leben riskanter als das Wirkliche? Sind manche von uns schon Cyberpsychos?

Kaspersky Lab ist diesen Fragen gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Schwab und Dr. Astrid Carolus vom Lehrstuhl Medienpsychologie der Universität Würzburg nachgegangen.